(NEU) Videospiele im Wandel der Zeit

20.03.2016 23:44

Am Anfang, genauer gesagt 1987, stand Nintendos 16bit Gerät NES, das später dann durch das 32bit SNES wie auch SEGA`s 64bit Konsole abgelöst wurden. Nach einigen Jahren war das Zeitalter der Pixelköpfe vorbei, zumindest aus damaliger Sicht, und das Zeitalter des 3D Gaming begann. Ende 1995, die PS1, 1997 der N64 und dann 1998 der Dreamcast, dessen einziger gleichzeitig aber auch größter Fehler es war seiner Zeit zu sehr voraus zu sein, machten schließlich den Anfang und wurden einige Jahre später durch Konsolen wie PS2, GameCube, PS3, XBOX, XBOX360, WII, und schliesslich PS4 und XBOX-One  

Und auch wenn es durchaus einige wirklich sehr gute, geniale und auch unterhaltsame Games auf den aktuellen Konsolen wie gibt, die ich auch keinesfalls missen möchte, haben sich die meisten Spiele nach den Zeiten von PS2 und Xbox nochmals ziemlich gewandelt. Viele Title wie Battlefield oder auch Call of Duty wurden immer mehr zu Hype-Titeln mit einer Bombast-Inszenierung die Teilweise mehr an einen Interaktiven Film erinnert als ein Game. Leider wird heutzutage vermehrt mehr auf Grafische Leistung und Kinoreife Inszenierung wert gelegt als auf interessantes und Innovatives Gameplay. Das heisst keinesfalls das keine gute Titel mehr erscheinen, das mitnichten, jedoch nicht mehr in dem Ausmass wie zu früheren Zeiten. Und einige Genres sind leider fast ganz von der Bildfläche verschwunden, aber dazu nachher mehr. 

Damals, gerade die Ära von PS2, GameCube und der ersten XBOX, war die Auswahl an verschiedenen Titeln einfach Gigantisch, und das nicht nur rein von der Anzahl der Spiele. Einige Konzepte wurden sogar so häufig Umgesetzt das man mit der Zeit schon fast genug davon hatte, was damals zum Beispiel WW2 Shooter waren. Nicht desto trotz, da wurden noch die verschiedensten Genres gekreuzt, kombiniert, teils neu Erfunden und immer wieder neue Experimente gewagt die die Interessantesten Titel hervor brachten. Einige erinnern sich vielleicht noch an den Titel "Manhunt", das Game damals mit dem Mikro Spielen zu können war das grösste, jedes Geräusch von dir hörten die Gegner und zusätzlich zeigte es auch anschaulich das man das Stealth Genre nicht nur auf Titel wie MetalGear und SlinterCell begrenzen sollte. Es scheint fast so, als habe man sich zu diese Zeit noch mehr getraut, man war Experimentier freudiger. 

Und von einigen der damaligen erfolgreichen Spielen, auch ganze Spielereihen, hört man heut zu tage gar nichts mehr, (Socom, Onimusha, Project Zero und viele weitere)  ganze Genre versanken in Meer der Vergessenheit. Um nur ein Beispiel zu nennen das Jump'n Run Genre. Jak and Daxter hatten das Glück bis und mit der ersten PSP plus ein Remake für PSP-Vita zu überleben während es sein Kollegen Rachet and Clank sogar noch auf die PS3 schaften. Gerade aber auch Jak and Daxter ist ein gutes Beispiel wie sie ganze Spielereihen im laufe der Zeit auch im Bereich Genre Wandeln. Begonnen als cooles Jump`n Run hinüber zum Jump`n Shoot um schließlich in einem zugegeben recht guten Action Titel und GTA Clon.

Aber vielleicht kommt auch dazu das damals der Schwerpunkt der Spiele noch keine durchgehende Linie erreicht hat.

Rückblickend kommt es einem vor wie wenn mittlerweile die Spieleentwickler eine, vielleicht auch vorgegebene, Linie gefunden haben, eine Linie in der es keinen großen Platz mehr gibt für grössere Gameplay-technische Innovationen. Alls hätte man in den letzten Jahrzehnten heraus gefiltert was für Spiele/Genres die Zocker, oder besser gesagt die breite Masse, möchten. Eigentlich kann man sagen Videospiele sind zur Gesellschafttauglichen Massenware geworden, auch wenn immer wieder mal Diskussionen über sogenannte Killer-Spiele in umlauf geraten.  

Auch verschiedene Spiele-Magazine bereicherten zusätzlich des Gamers liebstes Hobby. Man informierte sich noch aktiv in seiner Umwelt, während heute ein Click vom Sofa aus reicht um an die gewollten Informationen zu kommen. Gamepro, Maniac, nur einige wenige existieren noch heute, während man um 2002-2007 kaum den Überblick behalten konnte. Immer wieder in regelmäßigen Abständen kamen neue Spielemagazine auf den Markt. Und nicht nur einfach schnöde Hochglanz Magazine um den Gewinn anzukurbeln, ne, da bekam man noch was für sein Geld. "Station Master", das Magazin das zur Zeiten der PS2 erschien und sich ca.4 Jahre lang am Leben hielt, jeden Monat vollgepackt mit drei Komplettlösungen, bestückt mit allen Extras und Geheimnissen. Cheater wurde geradezu überhäuft mit den verschiedensten Cheats und Codes. Es gab sogar auch Magazine die auf Codec-CD`s ausgelegt waren. Und natürlich waren bei den meisten Magazinen auch eine ganze Menge Spiele-Vorschauen, Tests und sogar Spielbare Demo-Versionen dabei. Dinge die heut ‘zu Tage das Internet übernommen hat.

Und so verhält es sich auch bei den Spielen.

Früher hatte man noch ein Stück Software in der Hand, etwas reales das sich anfassen und auspacken lässt, das man Zuhause in eine Sammlung einreihen kann um sich daran zu erfreuen wie diese wächst. Keine nervigen Download Zeiten und ewiges warten, ab aufs Fahrrad, Auto, Bus oder was auch immer und in den nächsten Spielehandel. Zusätzlich traf man vielleicht noch bekannte, Unterhielt sich kurz oder war einfach nur ein wenig an der frischen Luft. 

Ein gutes Beispiel der Veränderungen ist auch PlayStations PSP-Vita, ein eigentlich gutes und leistungsfähiges Multimedia Gerät das mittlerweile jedoch von den Spieleschmieden links liegen gelassen wird. Denn in Zeiten des Mobile Gaming mit Smartphones und Tablets haben einiges verändert. Die erste PSP hatte noch das Glück neben Nintendo und dem ersten iPhone keine ernst zu nehmenden Rivalen zu haben. Doch leider erschien die Vita in einem Zeitraum in dem Smartphones immer erfolgreicher Verkauft wurden und mit den ersten Tablet, dem iPad, auch immer bessere Mobile Games erscheinen. Und schliesslich hatte die Vita einen echten Konkurrenten. Und das sich beim Spieleangebot der Vita die meisten Mobile-Gamer schlussendlich für iPad, SamsungPAD ect. entscheiden ist leider nicht verwunderlich. Denn die wirklich guten Titel der Vita kann man wörtlich an einer Hand abzählen, ok vielleicht auch an zwei Händen. Was aber im Gegensatz zu GooglePlay/Android oder AppStore lediglich ein Kiesel in einem Meer aus Steinen ist.

Doch auch wenn man für Smartphones und Tablets eine wirklich sehr grosse Auswahl an Spielen hat, gibt es mindestens drei mal so viel an Programmierten Bullshit als sonst wo. Wenn man so schaut welche Zumutungen Stores von Google und Apple alles zulassen fragt man sich schon; Schaut sich den überhaupt niemand den Schrott an bevor man ihn im Store freigibt. Den so ziemlich jeder Möchtegern Entwickler kann irgend einen Mist Programmieren, sich daran bereichern und den Store noch mehr zu zu müllen. Und leider tun genau das viele, sie entwickeln irgendein oberbilliges Pixelopfer von Game, stellen diese Zumutung zum verkauf rein und freuen sich über all die verblödeten Idioten die sich den Mist fröhlich Runterladen. Und Sie wissen genau, solche Vollidioten gibt es zu genüge. Und mit dem freigeben solcher programmierter Abzocke unterstützen die AppStores lediglich dieses vorgehen. Ein vorgehen, das mit den InnApp Käufen ihren Höhepunkt erreicht.

Denn Entwickler haben heut zu tage erkannt das man durch Gratis Spiele mit Inn-App käufen um einiges mehr verdienen kann als das Spiel zu einem normalen und einmaligen Kaufpreis anzubieten. Bieten man diese InnApp käufe dann noch zu einem übertrieben hohen Preis an kann man durchaus ein Unternehmen wie Glu.inc gründen, eines der führenden der Mobilen Abzocke durch InnApps. Da wird in einem Shooter Game gerne mal Waffen angeboten für die man bis, und das ist keinesfalls ein schlechter Witz, an die bis über 100Euro zahlt. Was aber an dieser Stelle NICHT heisst das Glu schlechte Spiele entwickelt, ganz im Gegenteil, Glu hat einige wirklich hervorragende Spiele wie z.b "Contract Killers2: Zombies", das leider aber auch gleichermassen Glu's InnApp Abzock-Strategie aufzeigt. 

Auch mit dem Energie-System in den Spielen haben viele Entwickler eine Abzocke erfunden die seinesgleichen sucht, oder besser gesagt aus Zeiten der Spielhallen abgeschaut. Vor Jahren noch vereinzelt in MobileGames zu finden, heute ein nicht weichen wollender Fluch.

Für jene denen der Energiebalken nichts sagt kurz Erklärt: Es ist ein Energiebalken im Spiel. Im Durchschnitt mit meist zwischen 5 und 20 Punkten. Jedes Level, Dungeon ect kostet minimum 1Punkt. Ergo, mit fünf Punkten kannst du also fünf levels zocken, danach ist Schluss...ausser, DU ZAHLST ! Per Inn-App ist die Energie schwupps wieder aufgeladen. Klar, viele dieser Spiele sind Gratis, und logisch will man als Entwickler was verdienen, jedoch verdienen viele Entwickler (Glu.inc, Madfinger, Gameloft, Gamevil ect.) mehr als genug mit Inn-App Verkäufen. Und alles andere, gerade das Energie System ist reinste Abzocke.