Cannabis, Fluch oder Segen

Cannabis (botanischer Name Cannabis sativa L.) wurde in unseren Modernen Zeit lange nur als Rauschmittel wahrgenommen, sein Konsum und auch die arzneiliche Verwendung wahren und sind Gesetzlich verboten. Erst langsam werden die medizinischen Potenzen des Cannabis wiederendeckt. Die hauptsächlich leidtragenden Personen die es betrifft sind Patienten die durch die Hilfe von Cannabinoiden Ihre Krankheitssymptome lindern könnten. Auf der anderen Seite darf man Cannabis auch nicht als Wundermittel aus vergessenen Zeiten sehn, es kann zwar in vielen Fällen durchaus zur Behandlung und Linderung von Krankheitssymptomen erfolgreich genutzt werden, aber nicht zur vollständigen Heilung von Krankheiten. Auch die Schmerzlindernde Wirkung ist keinesfalls mit heutigen Produkten wie Aspirin zu vergleichen. Aber woher kommt diese Pflanze und seit wann ist sie schon bekannt? Vermutlich ursprünglich im Himalaya Gebiet beheimatet, verbreitete sich die robuste Pflanze in ganz Asien und gelangte schließlich über Vorderasien nach Afrika und im ersten Jahrtausend v.Chr. auch nach Europa. Von dort aus ging Ihr Siegeszug im 16ten Jahrhundert weiter nach Nord, Mittel und Südamerika, sie fand Einzug in das ayurvedische Medizinsystem sowie in die Arabische Medizin. Sowohl die Tibeter als auch sie Ägypter zur Zeit der Pharaonen, die Assyrer und die Skythen die Thraker und auch die alten Griechen nutzten die Hanfpflanze zu den unterschiedlichsten Zwecken. Als Heilmittel, Aphrodisiakum oder zur Raucherzeugung, zu kultischen Zwecken wie auch zur Faser und Ölgewinnung (Hanföl wurde für die Menschliche Ernährung noch bis zum 2.Weltkrieg benutzt). Hanfsamen enthalten unter anderem alle acht essenziel wichtigen Aminosäuren sowie Vitamin A und B in reichlicher Form. Außerdem wurde Cannabis auch schon vom Griechischen Geschichtschreiber Herodot positiv in seinen Wirkungen erwähnt. Aber nicht nur der Medizinische Zweck von Cannabis stellte viele Jahrhunderte lang eine wichtige Rohstoffquelle dar, auch die Herstellung von Produkten wie Seilen, Segeltücher, Textilien, Papier oder auch verschiedene Baustoffe stellte ein wichtiger Bestandteil dar. Die sogenannten Bastfasern der Hanfpflanze zählen zu den Hochwertigsten überhaupt, und dass aus den Samen gewonnene öl stellt ein Hochwertiges Speiseöl dar. Ca. 2800v.Chr. wurden in China die ersten Hanfseile aus deren fasern gefertigt. Sie ersetzten die damals üblichen Lederriemen, wurden aber bald schon auch für die Schifffahrt genutzt. Ebenfalls in China wurde auch ca.100v.Chr. das erste Pergament gefertigt. Sogar Adlige Personen wie Königin Victoria (1819-1901) ließen sich wegen verschiedenster Beschwerden mit Cannabis behandeln. Im Jahre 1940 wurde in Deutschland immer noch etwa 20`000 Hektar Hanf zur Fasergewinnung angebaut, bis schließlich der Anbau in den 50er Jahren vollständig zum erliegen kam. 1982 kam es dann dazu, dass auch der Anbau von Hanfpflanzen in Folge einer Änderung des Betäubungsmittelgesetztes grundsätzlich verboten wurden. Jedoch seit 1996 ist der Landwirtschaftliche Anbau von Nutzhanf zumindest in Deutschland und der Schweiz wieder erlaubt. Ein aus Kanada und der USA künstlich hergestelltes Präparat Namens "Dronabinol" (Künstlich hergestelltes THC-Präparat genannt Marinol) darf seit Februar 1998 auch in Europa rezeptiert und an Einzelpersonen verschrieben werden, muss jedoch aus den ewigen Ländern importiert werden. Was aber trotzt allem durchaus Probleme an den Grenzen verursachen kann. Auch in vielen teilen von Europa ist die verschreibung von Dronabinol für die meisten die es wirklich benötigen würden fast nicht möglich.

DIES IST KEINE VERLEITUNG ZUM KONSUM ODER ANBAU VON CANNABIS !

 

Die wichtigsten Wirkstoffe von Cannabis

Die hauptsächlich wichtigsten Wirkstoffe in Cannabis sind die Cannabinoide und Cannabinol (ein Verstärker des THC) wie auch Cannabichromen (verstärkt Schmerzlindernde eigenschaften des THC), das sind Organische Verbindungen mit 21 Kohlenstoffatomen, von denen in unserer heutigen Zeit 60 Stück bekannt sind. Cannabis enthält aber noch weiter Bestandteile wie ätherische Öle, Flavonoide, Alkaloide, Eiweiße, Zucker, Fettsäuren, Pigmente, Aldehyde und Ketone. Die dabei wichtigste Cannabinoide sind dabei Dronabinol bzw. Delta-9-Tetrahydrocannabinol, sie sind die qualitativ und quantitativ die wichtigsten halluzinogene und Medizinisch relevante Inhaltsstoffe des Cannabis. Delta-9-THC zum Beispiel wirkt Muskel-entspannend  Stimmungs-aufhellend sowie Schmerz-hemmend und beruhigend.

Das Legale Kiffen

Was in einigen Staaten der USA schon länger alltag ist bleibt bei uns noch Wunschdenken, legal Marijuana konsumieren. Doch Überraschenderweise prüft jetzt die Schweiz ein Pilotprojekt zum "Legalen Kiffen". In ausgewählten Clubs soll der Konsum und Verkauf erlaubt werden. Wäre durchaus möglich, denn bis ca. 2003 gab es in der ganzen Schweiz noch unzählige legale Hanfshops.

www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/stadt-zuerich-prueft-cannabis-klubs-1.18223709

Rückkehr der Hanfshops ?

"Drogenfachgeschäft", das Wort alleine zeigt schon was für ein Status Cannabis im grössten Teil unserer Gesellschaft hat. Keine Frage, Cannabis kann bei Jahrelangem und täglichem Konsum zu Psychischer Abhängigkeit führen wobei die Körperlichen Aspekte in den meisten fällen von Psychosomatischer Natur sind. Ganz anders wie zum beispiel beim Alkohol, wo die Heftigkeit der Entzugssymptome gleichzusetzen ist mit einem Heroin-Entzug, auch wenn die Symptome an sich unterschiedlich sind. Und vom Konsum mal abgesehen ist es auch keine Propaganda das Cannabis durchaus erfolgreich Medizinisch eingesetzt werden kann.

http://www.morgenpost.de/web-wissen/gesundheit/article1891020/Wie-nuetzlich-oder-gefaehrlich-Cannabis-wirklich-ist.html

Cannabis ohne Wirkung

Cannabis ohne Flash, wie ein Auto ohne Räder. Doch genau dies haben Forscher jetzt vollbracht. Also nicht das Auto ohne Räder, sondern das Cannabis.

http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/forschung-cannabis-ohne-berauschende-wirkung-901164.php

Kurz und knapp

Welche Kultur nutzte was:

Die Araber: Kath (Catha edulis), Hanf, Weihrauch

Die Germanen: Sumpfporst (Ledum palustre), Bilsenkraut, Fliegenpilz, Tollkirsche

Die Griechen: Wein, Bilsenkraut, Schlafmohn, Kahlköpfe (Psilocybe)

Die Hebräer: Hauptsächlich Alraune und Wein

Die Inder: Hanf, Stechapfel, Bilsenkraut, Schlafmohn

Die Perser: Schlafmohn, Hanf, Steppenraute (Peganum harmala)

Die Römer: Wein, Schlafmohn, Weihrauch